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Kostenloser Onlinekurs · Kern in 30 Minuten

Ja, das will ich können Erst mal ausprobieren

Ein Mann sitzt erschöpft am Tisch, umgeben von Schlagzeilen, Werbeversprechen, Chatnachrichten und Gerüchten. Sein Gedanke: Man weiß ja gar nicht mehr, was stimmt.

Kennst du das?

Glauben oder widersprechen. Beides ist schlecht.

Beim Familienessen, auf der Arbeit oder in der Bahn sagt jemand einen Satz. Du hast sofort den Reflex: „Moment, das kann doch nicht stimmen." Aber das ist nur ein Gefühl. Ein handfestes Argument hast du aber nicht.

Damit bleiben dir zwei Möglichkeiten, und beide taugen nichts.

Du lässt die Aussage so stehen.

Unwidersprochen steht diese Behauptung nun im Raum. Manche merken sie sich. Nehmen es mit. Wiederholen es irgendwo. Du vergisst es. Ignorierst es. Eine weitere Information, die du nicht überprüfen konntest.

Du widersprichst.

Aber leider hast du kein Argument für deinen Einwand. Dein Gegenüber allerdings hat sowas wie ein Argument und macht dich platt. Oder sagt „Wäre aber möglich!" oder beruft sich auf Meinungsfreiheit. Alles irgendwie hässlich. Du kommst nicht weiter.

Ständig unter Beschuss:

Im Elternchat kursiert eine Studie, die niemand gelesen hat.

Ein Kollege erzählt etwas über eine Kollegin, die nicht dabei ist.

Jemand sagt „ich sag ja nur" — und danach kommt ein Vorwurf.

Und so geht es dir den ganzen Tag. Du hast keine Zeit, das alles nachzuprüfen, und keine Lust dazu. Also lässt du es — und sagst irgendwann den Satz, den heute fast alle sagen:

„Man weiß ja gar nicht mehr, was stimmt."

Genau da wollten sie dich haben.

Warum das kein Zufall ist

Beliebigkeit ist kein Nebeneffekt. Sie ist das Ziel.

Steve Bannon am Rednerpult, aus seinem Mund ergießt sich eine Flut aus Lügen, Halbwahrheiten, Empörung und Ablenkung über die Zuhörer. Sprechblase: Flood the zone with shit.
Das Rezept ist offen ausgesprochen worden. Steve Bannon, damals Chefstratege von Donald Trump, gegenüber dem Autor Michael Lewis, 2018.

Es geht gar nicht darum, dass du etwas Bestimmtes glaubst. Es geht darum, dass du aufhörst, überhaupt etwas für sicher zu halten. Denn eine Lüge kann man widerlegen — Beliebigkeit nicht.

Wer nichts mehr für glaubwürdig hält, glaubt nichts mehr. Dann kann er auch nichts mehr überprüfen — und nichts widerlegen. Diese Person muss aber immer noch wählen: Parteien, Bürgermeisterinnen, Produkte, Abos. Sie wählt. Und zwar nicht mehr das, was wahr, richtig und willkommen ist. Sondern aus all dem Unklaren, Unerhörten, Absurden wählt sie das, was am besten passt: zur eigenen Wut, zur eigenen (in großen Teilen künstlich erzeugten) Angst, zur eigenen Bequemlichkeit, zu den Leuten, die man mag.

Wer oft genug gescheitert ist, glaubwürdig von unglaubwürdig zu unterscheiden, glaubt irgendwann, was er will. Nicht, was richtig ist. Und davon profitieren die Verkäufer von schlechten Produkten.

Porträt von Hannah Arendt mit Zigarette
„Das Resultat ist keineswegs, daß die Lüge nun als wahr akzeptiert und die Wahrheit als Lüge diffamiert wird, sondern daß der menschliche Orientierungssinn im Bereich des Wirklichen … vernichtet wird."

Hannah Arendt, Wahrheit und Politik, 1967

Du bist nicht zu blöd und nicht zu faul. Du bist erschöpft. Denn du sollst erschöpft sein.

(Ja, das klingt jetzt nach Verschwörungstheorie. Ist keine — erkläre ich im Kurs.)

Das muss nicht sein

Good News! Du musst gar nicht alles prüfen.

Der Fehler steckt in der Annahme, du müsstest bei jeder Aussage herausfinden, ob sie stimmt. Das schafft niemand — auch kein Journalist, auch kein Wissenschaftler.

Profis machen etwas anderes: Sie sortieren zuerst. Und stellen dabei fest, dass die allermeisten Aussagen gar keine Prüfung wert sind. Und sie geben die Last (von Recherche, Nachweis, Beleg) an denjenigen zurück, der behauptet.

Stilisierte WhatsApp-Unterhaltung: Ein Leser behauptet, im Keller aus zwei Joghurtbechern einen Fusionsreaktor gebaut zu haben, und verlangt einen Bericht darüber. Die Redaktion dreht die Beweislast um und verlangt einen Beleg — und lässt sich weder mit „ist doch meine Meinung
Die zwei Fragen in Aktion: Wer behauptet, belegt — und eine Meinung ersetzt keinen Beleg.

Der ganze Trick

Es gibt nur zwei Sorten von Aussagen.
Eine braucht einen Beleg. Die andere nicht.

Wer das auseinanderhält, muss nicht mehr alles prüfen — sondern fast nichts. Zwei Fragen, zusammen drei Sekunden, in einer halben Stunde gelernt.

Ein Mann spielt an einem Flipperautomaten mit der Aufschrift Desinformation. Auf dem Spielfeld: Bestätigungsblase, Emotion-Multiplikator, Kontext verloren, Scheinexperte, Strohmann.

Probier es aus, bevor du mir glaubst

Wie gut kannst du Meinung, Tatsache und Behauptung auseinanderhalten?

Acht Situationen aus dem Alltag — auf dem Spielplatz, im Elternchat, beim Bäcker. In jeder sagt jemand etwas Fragwürdiges. Die Frage ist jedes Mal dieselbe: Was tust du?

Die falschen Antworten klingen absichtlich vernünftig. Genau so begegnen sie dir nämlich auch im echten Leben.

Ohne Anmeldung · ein paar Minuten · dein Ergebnis sieht niemand außer dir

Und jetzt?

Hier setzt der Kurs an.

Diese Situationen verschwinden nicht. Aber du kannst lernen, sie in Sekunden einzuordnen — energiesparend und klar, ohne aufzugeben und ohne dich in Diskussionen zu verheddern.

Was danach anders ist

Klarheit. Und Ruhe bei allem anderen.

Derselbe Mann, entspannt zurückgelehnt. Die Flut aus Schlagzeilen läuft durch einen Filter aus Relevanz, Glaubwürdigkeit und Nutzen. Das Ergebnis: prüfen, ablegen, zurücklassen.
Du erkennst in Sekunden, was du ernst nehmen musst. Nicht am Inhalt, sondern am Satzbau — dafür brauchst du kein Fachwissen zum Thema.
Du lässt neun von zehn Sätzen guten Gewissens liegen. Ohne Recherche und ohne dir hinterher Vorwürfe zu machen.
Du kannst nachfragen, ohne dass Streit daraus wird. Mit ein paar Sätzen, die freundlich klingen und trotzdem wirken.
Du weißt, wo deine eigene Grenze liegt. Auch bei Aussagen, die dir gefallen. Das ist der unbequeme Teil — und der nützlichste.

Was du bekommst

Der Kern dauert 30 Minuten.

Sechs kurze Videos, und du kannst es. Das ist keine Kurzfassung, sondern die Methode, vollständig. Wer tiefer will, findet danach noch dreizehn weitere — alles freiwillig, alles in deinem Tempo.

1Die Lage — warum sich alles beliebig anfühltKern
2Was ist das? — die zwei Sorten von AussagenKern
3Die Tarnungen — wenn eine Sorte so tut wie die andereKern
4Wo ist der Beleg? — und wer ihn schuldetKern
5Belege prüfen — Quellen und Studien einschätzen
6Kein Beleg kommt — die vier Fluchtformen
7In den Alltag — Gespräche, die schwierig sind
19kurze Videos
30Minuten für den Kern
3PDFs zum Ausdrucken

Nach jedem Video eine Übung unter fünf Minuten. Kein Termin, keine Hausaufgaben, keine Prüfung — du bestimmst das Tempo und hörst auf, wo du willst.

Die Frage, die du dir gerade stellst

Wo ist der Haken?

Berechtigte Frage. Wenn etwas nichts kostet, ist man oft selbst das Produkt. Also beantworte ich sie mit derselben Frage, die du im Kurs lernst: Wer hat etwas davon?

Verdienst du Geld mit diesem Kurs?

Nein. Ich lebe von Beratung, Trainings und Coaching. Dieser Kurs gehört nicht dazu und wird nie etwas kosten.

Kommt später eine Rechnung?

Nein.

Warum stellt kompetenz.jetzt diesen Kurs kostenlos zur Verfügung?

Zwei Gründe, und ich nenne sie lieber selbst. Erstens: Wer den Kurs macht, kennt danach meinen Namen. Ein paar buchen mich irgendwann für etwas ganz anderes. Das ist real. Zweitens: Ich lebe hier. Ich mag unsere Demokratie und unsere Art zu leben. Ich mag keinen totalitären Staat, keinen Hass, keine Gewalt. Und ich habe Angst um beides — die Demokratie und das Miteinander.

Ich bin überzeugt: Desinformation produziert Verwirrung. Verwirrung produziert Beliebigkeit. Und Beliebigkeit ermöglicht schreckliche Dinge. Deshalb dieses Angebot — es setzt genau da an, an der Verwirrung und der Beliebigkeit.

Was passiert mit meinen Daten?

Du bekommst den Kurs per E-Mail und gelegentlich Post von kompetenz.jetzt, meiner Kursplattform. Abmeldung ist natürlich jederzeit möglich, alles DSGVO-konform. Und deine Antworten aus dem Quiz da oben — die kann niemand außer dir sehen.

Der Trainer und Urheber des Onlinekurses

Holger Heinze

Trainer, Coach, Hochschuldozent und Unternehmensberater. Spezialisiert auf Kommunikation, Team-Dynamik und Organisationskultur. Über die Plattform kompetenz.jetzt erstelle und vertreibe ich Onlinekurse, die man im eigenen Tempo macht und danach tatsächlich anwendet.

Ich habe einige Jahre erforscht, was Menschen und Organisationen brauchen, um veränderungsstabil zu sein. Dabei bin ich auf eine Reihe von Fähigkeiten gestoßen, die heute jeder braucht — und eine davon ist diese: schnell zu erkennen, was glaubwürdig ist und meine Aufmerksamkeit verdient. Und was nur Nebelkerze ist, die ablenken, manipulieren und Zeit verbrennen soll.

Fachliche Qualifikationen

Diplom-Wirtschaftsinformatiker (DH) · Chartered Manager & Fellow (CMI) · „Resilient Leadership" (Harvard) · Change Practitioner (Prosci) · LEGO® Serious Play Facilitator · Professional Scrum Master & Product Owner · Urheber der Dramafreimethode für Handlungsfähigkeit · diverse methodische, therapeutische, psychologische und kommunikative Weiterbildungen.

Holger Heinze

Der Urheber der Methode

Thilo Baum

Thilo Baum ist Journalist und Sprachexperte und hat jahrelang in Redaktionen gearbeitet.

Und genau daher stammt die Methode. Redaktionen müssen seit jeher dasselbe leisten wie du am Küchentisch: eingehende Meldungen sichten, Behauptungen von Belegtem trennen, Manipulationsversuche erkennen — und das schnell, weil Redaktionsschluss ist. Was am Ende in der Zeitung steht, hat diesen Filter passiert. Was ihn nicht passiert, landet im Papierkorb.

Dieses Handwerk hat Thilo Baum aus der Redaktion herausgelöst und für den Alltag nutzbar gemacht. Darüber hat er das Buch Immun gegen Unsinn geschrieben. Außerdem hat er das ehrenamtliche Netzwerk Infolotsen gegründet, in dem er Trainerinnen und Trainer ausbildet — dort habe ich meine Ausbildung gemacht. Wir bieten auch Live-Trainings an.

Wer behauptet,
belegt.

Nicht du. Du musst nichts widerlegen, nichts recherchieren und niemandem Lüge vorwerfen. Eine einzige Frage genügt: Woher weißt du das?

Kurs in
Entwicklung

Kostenlos starten

In 30 Minuten sitzt es.

Trage dich hier ein und du bekommst sofort kostenlosen Zugang zum Kurs. Kein Trick, kein halber Kurs, bei dem jemand doch noch Geld will, wenn es interessant wird.

Mit dem Absenden willigst du ein, den Kurs per E-Mail zu bekommen. Hinweise zum Datenschutz in der Datenschutzerklärung.

Kurz gefragt

Was noch offen ist.

Wie lange dauert das wirklich?
Der Kern: 30 Minuten in sechs Videos. Alles zusammen knapp zwei Stunden über zwölf Tage.
Brauche ich Vorwissen?
Keines. Kein Studium, keine Medienkenntnisse, keine bestimmte politische Haltung. Geeignet ab etwa vierzehn Jahren.
Ist das politisch?
Nein, und das ist hier keine Floskel. Hier geht es nicht um Ideologieschulung, und ich erkläre niemandem, was ich für richtig oder falsch halte. Es geht darum, methodisch sauber und alltagstauglich zu lernen, Meinung, Behauptung und Tatsache auseinanderzuhalten und jeweils passend zu behandeln.

Das funktioniert völlig unabhängig davon, was du persönlich vom Fleischessen hältst, vom Verbrenner, von der Wärmepumpe oder vom Gendern. Und die Beispielpolitiker bekommen aus fast allen Richtungen ihr Fett weg — sie wurden zufällig ausgewählt. Zu mehreren bekannten Personen findest du sowohl eine harte Wertung als auch eine unbelegte Unterstellung: Die eine ist gedeckt, die andere nicht, egal wen es trifft.
Und wenn ich anderer Meinung bin als du?
Dann bist du hier genau richtig. Die Werkzeuge zeigen dir, was du ernst nehmen musst, was als Meinung geschützt ist und was unbelegt ist. Damit zerlegst du unbelegte Behauptungen vom Onkel, von den Grünen, vom Verfassungsschutz, von der AfD und von jedem anderen, der dir mit Behauptungen kommt. Meine eingeschlossen — wenn dir eine Stelle einseitig vorkommt, schreib mir.
Lerne ich, Diskussionen zu gewinnen?
Nein. Es geht ums Einordnen, nicht ums Rechthaben. Du lernst, souverän und klar mit Information und Desinformation umzugehen — für dich, für deine Haltung, deine Ruhe und deine Werte. Dazu gehört manchmal, dass man bei haltlosen Behauptungen die Luft rauslässt. Aber das ist eher ein Nebeneffekt.
Für Schule oder Verein?
Ja. Dieser Kurs ist für alle. Der Link ist zum Verteilen da — wir freuen uns, wenn möglichst viele das Angebot nutzen.
Was, wenn ich einen Fehler finde?
Schreib mir. Ich korrigiere ihn sichtbar. In einem Kurs über Belegpflicht wäre alles andere reichlich unpassend.

Du musst nicht herausfinden, was stimmt.
Du musst nur wissen, was du ernst nehmen musst und was nicht.

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30 Minuten · kostenlos · kein Haken